3. Mai 2008

Mami und Papi sind gestern mit Manu und Stefan um die Häuser gezogen. Sie haben in der Nähe unseres Appartements eine idyllische Altstadt in Carouge entdeckt und haben dort zu Nacht gegessen. Um Mitternacht ist dann plötzlich Mami noch bei mir aufgetaucht und hat mir einen Gute Nacht Kuss aufgedrückt.

In den letzten 24h hab ich nur noch 800 ml über meinen Schlauch im Bauch verloren - ein erster Lichtblick. Meine Augen sind von der ganzen Flüssigkeit, die sie mir reinpumpen, um den Verlust zu kompensieren, ganz aufgeschwollen. Das eine bring ich kaum auf, was mich ziemlich nervt. Ab und zu brauch ich noch ein bisschen Sauerstoff - vor allem dann, wenn ich mich aufregen muss. Mein Herz ist übrigens völlig in Ordnung - keine Auffälligkeiten im Ultraschall.

Ich durfte heute eine ganze Stunde bei Mami im Arm liegen. Sie hat mich hin und her geschaukelt wie in alten Zeiten. Ich kann nicht sagen, wer von uns beiden das mehr genossen hat. Die Pflegerin kam immer wieder, um meine Infusionen umzuhängen, meinen Blutdruck zu messen, mir Medikamente zu geben usw. Das hat mich immer etwas aufgeregt und Mami hatte alle Hände voll zu tun, um mich wieder zu beruhigen.

Am Nachmittag haben Mami und Papi sich wieder eine Auszeit gegönnt und sind Eis essen gegangen - in Carouge. Das haben sie sich auch verdient. Momentan gibt es nämlich nicht viel, was sie für mich tun können. Wenn ich nicht schlafe bin ich ziemlich quengelig und unleidig. Mir tut zwar nichts weh, aber ich fühl mich einfach noch nicht so wohl und lass mich dann auch von nichts und niemandem beruhigen, auch von meinen Eltern nicht. Es ist ok für mich, wenn dann die Pflegerinnen auf mich aufpassen, während meine Eltern etwas ausspannen. Sobald es mir nämlich besser geht, werde ich sie ganz schön auf Trab halten und dann müssen sie schliesslich fit sein.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo liebe "Genfer"
Herzlichen Dank für Eure guten Wünsche zum Geburtstag. Die Freude ist nur halb so gross, da Ihr nicht mit uns feiern könnt.
Wir trinken einen grossen Schluck auf Euch und hoffen, dass Du, liebe Lynn mit einem Besserungsschub Deinen Eltern und uns allen eine spezielle Freude bereiten wirst.
Wir wünschen Euch eine sonnigen Sonntag und unserer grossen Kämpferin gute Besserung.
Grosi und Grossvater

Anonym hat gesagt…

Liebe Lynn!
Hab ich eigentlich schon mal gesagt das ich in den "Ferien" war?
Weisst du was ich am meisten vermisst habe? Ja klar, deine Tagebucheinträge! Ich musste andere anstiften um mich auf dem Laufenden zu halten!

Lynn du bist super, du hast einen unglaublichen Kämpferwillen, mach weiter so!

Liabs grüassli an dini Eltara=)

Dominique